Samstag, 21. Mai 2011

Besuch in der Kläranlage

Mit den Leuten von der FAU Busan haben wir am Dienstag eine Kläranlage in Busan besucht. Es war wirklich mal interessant eine so große Abwasserreinigung kombiniert mit einer Müllverbrennungsanlage von innen zu sehen. Der Geruch war zwar nicht so toll, aber es gab sogar einen Minizoo nebenan. Der Pfau hat auch extra ein wunderschönes Rad für uns geschlagen!
Überwachungsraum


Müllberg von oben
Der Pfau

Sonntag, 8. Mai 2011

Ausflug auf eine Insel mit Prof. Cho

Am Mittwoch sind wir mit den FAU-Leuten und Prof. Cho zu einer Insel in der Nähe vom deutschen Dorf in Namhae gefahren. Die Busfahrt war wie gewöhnlich länger als zuerst gedacht. Da wir erst am Abend losgefahren sind war es dunkel wie wir in der Nähe unseres Zieles waren. Der Busfahrer hatte sehr große Probleme im Stockdunklen Nirgendwo die kleinsten Straßen entlangzufahren. Nach vielen Stops um zu schauen ob der Bus die nächste Ecke noch packt mussten wir letztendlich früher aussteigen und den letzten Weg zu Fuß gehen. Dort angekommen gab es allerdings als Belohnung ein super leckeres Abendessen. Es gab annähernd richtiges deutsches Brot und viele verschiedene gute Wurstsorten mit frischen Tomaten. Nachdem alle gesättigt waren, wurden unsere Vorträge vom Projektierungskurs gehalten. Nach einer Nacht auf den koreanischen "Betten" -> Boden - hatten wir wunderschönes Wetter und wir sind gleich an den Strand direkt vor unserem Strandhaus gelaufen. Endlich war ich auch das erste Mal dieses Jahr im Meer mit Spüli baden. Zum Mittag essen haben wir draußen Gegrillt und danach gings wieder nach Hause. War eine wirklich schöne Tour!
das Strandhaus
Ausblick aufs Meer

Spüli

dort haben wir später gegrillt

Samstag, 16. April 2011

Impressionen aus der Kirschblüte in Busan

Wunderschön war die Kirschblüte in Korea und deswegen gibts hier auch nur Bilder davon =)

Um die Uni herum

Hauptstraße von Uni ins Tal
Straße zum Uni-Haupteingang
Kirschblütenfest in Jinhae

Sonntag, 30. Januar 2011

Busan -> Jeju -> Seoul -Rundreise

Am 3.Januar gings vom Gimpo-Airport in Busan los in Richtung Süden auf die Insel Jeju. Sie ist in Korea vorallem als Honeymoon-Island bekannt (also für die Flitterwochen). Im Sommer soll es dort sehr überfüllt sein und die beste Reisezeit soll daher eher der Frühling oder Herbst sein. Aber wir waren im Winter dort =)! Die Ganze Reiseroute könnt ihr euch in Google-Maps genauer anschauen, falls es euch interessiert:


Ansonsten hier unsere Stops:

1. Busan

2. Insel Jeju

a.      Jeju-City

b.      Hallim-Park

c.       Seogwipo

d.      Seongsan-City

e.      Manjanggul

f.        Jeju City

3. Seoul

4.       Fürn Spüli: Istanbul(bzw.Nürnberg) und für mich: Busan


1. Busan und 2. Insel Jeju

bei der Schlucht
Mit dem Flug hat alles wunderbar geklappt, nach einer Stunde waren wir pünktlich zur Mittagszeit in (a) Jeju-City. Nachdem wir das ganze Reisegepäck vom Spüli bei einer Gepäckabgabe am Flughafen für die nächsten Tage abgegeben haben und wir uns Infozettel über den Busverkehr geholt haben, sind wir auch gleich in den nächsten Bus gestiegen. Eigentlich sollte der Bus uns in die Nähe des Hafens und somit auch gleich in die Nähe der von uns ausgewählten Motels fahren. Blöderweise fährt diese Busnummer zweimal innerhalb einer Rundfahrt am Flughafen vorbei, sodass wir irgendwann mitten im Nirgendwo an einer Bushalteendstation gelandet sind und kein weiterer Bus mehr zurückgefahren ist. Wir sind also im Schnee (ja da gabs im Gegensatz zu Busan Schnee) wieder in die andere Richtung gelaufen und haben nach ner ganzen Weile ein Taxi zu unserem eigentlich gewünschten Ort genommen. Beim Zwischenstopp im Mc haben wir dann auch schon unser Motel von weitem gesehen. Für 40000Won war das fürs erste auch ok, wir hatten Internet und Fernsehn. Außerdem war unser Computer auf so einem kleinen Tisch, mit Stuhl plus Lehne ohne Füße. Find das in Korea immer ganz lustig was die teilweise für Konstruktionen haben =). Aber ich finds bequem.


Brücke über die Schlucht
Wir haben uns im eisigen Wind den Hafen angeschaut und sind über eine ganz hübsche kleine Schlucht bis hin zum Drachenfelsen gelaufen. Bis wir dort waren, wars schon dunkel, sodass der Drachenfelsen in der Beleuchtung ganz gut aussah.

nackte Frau im Schnee *g*
Am nächsten Tag haben wir uns dazu entschieden den berühmten „Penis-Park“ in Jeju-City anzuschauen. Zuerst hat der Taxifahrer nicht so ganz gewusst wo wir hinwollen, bis er dann auf der Telefonnummer kurz angerufen hat, die wir uns von diesem Park aufgeschrieben hatten und schon waren wir auch da. War auf jedenfall mal lustig da durchzulaufen. Sieht man ja auf den Fotos besser ;-) . Nach einem kurzem Aufenthalt bei einem alten Koreaner in seiner Hütte und einem Instantkaffe und vielen geschenkten Mandarinen (wo Spüli diese echten Steinfiguren gekauft hat, weil er sonst ein schlechtes Gewissen gehabt hätte;-) ), wollten wir eigentlich noch die Ghost-Road entlang fahren. Der Taxifahrer hat das allerdings nicht so ganz gecheckt hab ich das Gefühl gehabt. Irgendwie hat er versucht in die falsche Richtung ohne Gas zu fahren. Also diese Straße sieht  so aus, als ob sie Bergauf gehen würde, obwohl es Bergab geht.  




 

 
Daraufhin sind wir direkt zum Busterminal gefahren um von dort mit dem Bus zum (b)Hallim Park zu fahren.

Hallim Park stand im Lonely Planet beschrieben als Klein-Jeju. Hier bekommt man quasi von allem ein bisschen etwas zu sehen. Auch zwei Lava Tubes waren mit im Park. Aber zuerst haben wir einen unglaublich leckeren gegrillten salzigen Fisch zusammen gegessen. Dazu gabs wie immer eine Suppe und viele Sidedishes. Nachdem wir uns abwechselnd am Ofen aufgewärmt hatten sind wir durch den riesigen Park gelaufen. In den Lava Röhren war typisch koreanisch eine Stelle mit kompletter Weihnachtsbeleuchtung plus Rentiere und Happy New Year Banner. Neben Gewächshäusern und vielen, vielen Palmen im Außenbereich gab es auch Tiere, einen Bonsaigarten, typische koreanische Häuser und natürlich die Steinfiguren. Nach vielem Rumgeirre haben wir dann mit Hilfe einer koreanischen Schulklasse (denen wir heimlich gefolgt sind) doch den Ausgang gefunden und sind mit dem Bus am gleichen Tag noch weiter nach c) Seogwipo gefahren.

Dort hatten wir ein Motel mit Jacuzzi (welches leider nicht so ganz funktionierte). Mit echtem Camenbert und Wein konnten wir den Abend auch noch richtig genießen. Die Aussicht von unserem Balkon war außerdem auch super. Am nächsten Tag sind wir die zwei Wasserfälle besuchen gegangen. Zuerst Jeongbang Pokpo, angeblich der einzige Wasserfall Asiens der direkt ins Meer stürzt. Er ist 50 Meter hoch gewesen und 8 Meter breit. Das Wetter war an diesem Tag total schön und wir konnten sogar ohne Jacke rumlaufen. Während wir zu dem zweiten Wasserfall gelaufen sind wurde ich von ein paar Koreanern aufgehalten und wir mussten beide frischen rohen Fisch mit ihnen essen und natürlich Soju trinken. Cheonjiyeon Pokpo hieß der zweite Wasserfall, der auch sehr schön anzusehen war und in einem Fluss mit vielen großen Enten und Kois stürzte. Außerdem kann man zu dieser Jahreszeit überall Mandarinenbäume sehen (natürlich mit reifen Mandarinen). Vom Wasserfall aus sind wir dann mit Taxi und Bus nach d) Seongsan-City gefahren.

Dort haben wir noch am gleichen Tag den Vulkan Ilchulbong bestiegen und sind danach auch direkt ins Motel. Am nächsten Tag sind wir nach der Busfahrt zu den längsten Lavatubes e)Manjanggul gelaufen. Auf dem Weg haben wir in einem Labyrinth (Matze Park) zwischengestoppt, um unser Glück zu versuchen. War gar nicht so einfach wieder herauszukommen…wir haben glaub ich eine halbe Stunde gebraucht.

Mit dem Bus ging es anschließend wieder nach f)Jeju-City und mit dem Flugzeug nach Seoul.

Dienstag, 18. Januar 2011

Silvester in Busan

Hubschrauber
 Am 31.Dezember hatten die ICEA Leute wieder was mit uns geplant. Das heißt, sie haben eine Hütte auf einem Berg in Busan gemietet. Los gehen sollte es schon um 15 Uhr, was angesichts dessen, dass wir bis zum Sonnenaufgang am 1.Januar wachbleiben wollten, sehr, sehr lang ist. Da Spüli und ich sowieso noch andere Sachen machen wollten, haben wir uns entschieden mit der Ubahn und dem Taxi nachzukommen. Während ich mich im Wohnheimszimmer am Abend fertig gemacht habe, bin ich dann natürlich blöderweise gegen den Plastikstuhl, der fast mitten im Zimmer Stand gelaufen. Hatte mir den kleinen Zeh gebrochen. Was nicht besonders von Vorteil war, weil, wie ich später herausfand, eine halbstündige steile Wanderung zum Berggipfel vor Sonnenaufgang bevorstand. Aber erstmal sind wir zur Ubahn gelaufen (ich gehumpelt) und haben vor der Taxi-Fahrt noch einen Family-Mart besucht um etwas vorzutrinken. Anscheinend waren inzwischen Taxis ziemlich rar…aber ohne komplett zu erfrieren haben wir uns doch eins ergattern können. Als wir endlich im warmen Taxi  waren, galt es als nächstes die schwierige Aufgabe zu lösen, dem Taxi Fahrer beizubringen wo denn diese Hütte auf diesem einem Berg in Busan liegt. Wir hatten keine Ahnung. Mein Handy hatte kaum mehr Akku und abgesehen davon sowieso kein Geld mehr zum telefonieren. Deswegen haben wir noch schnell die koreanischen Nummern von meinem Handy auf Spülis gespeichert und er hat dann total überteuert von seinem deutschen Handy jemanden von der Hütte angerufen. Nach längerem Gespräch gings los in die Pampa und ganz weit Berg auf. Irgendwann waren wir in den verwinkeltsten  Gassen und der Taxi Fahrer ist kurz ausgestiegen um eine Koreanerin nach dem Weg zu fragen. Wir waren quasi schon da. Voller Silvesterpartystimmung laufen wir also frohen Gemüts in das Häusschen wo die anderen feiern sollten.

Naja sie lagen alle mit Decken auf den Boden und haben irgendwas auf Zettel geschrieben (war der erste Eindruck). Es gab keine Musik und Getränke konnte man auch nicht entdecken. Bis 24 Uhr war es nur noch eine knappe Stunde, die wir dann recht schnell (auch mit entdeckten Getränken) verbrachten. Mitternacht sind die deutschen natürlich alle nach draußen in die Eiseskälte und wir haben angestoßen plus ein paar Minifeuerwerke losgelassen. Von den Koreaner ist fast keiner mit raus, die kennen wohl nur den Sonnenaufgang als neues Jahr. Allgemein gibts n Korea auch kein Feuerwerk so wie man das von uns daheim gewohnt ist. Es soll wohl irgendwo in Busan ein kleines gegeben haben, aber sicher ist das nicht.
Tausende Luftballons
Trotzdem wars noch ganz schön in der Hütte, aber wir sind vor Sonnenaufgang noch mit dem Taxi in letzter Minute zum Haeundae Strand gefahren (war mit meinem Fuß auf jedenfall die beste Entscheidung). War soo schön am Meer mit der Musik und den tausend Luftballons die losgelassen wurden sobald der Countdown zum neuen Jahr abgelaufen war (7.35 Uhr). Außerdem gabs sogar eine Hubschrauberaktion vor der Sonnenaufgangsszene. Bevor wir dann aber ganz erfroren wären haben wir uns danach in ein koreanisches Restaurant gesetzt, heißes Dolsotbibimbab gegessen und dann ab nach Hause ins Bett =).

Samstag, 15. Januar 2011

Weihnachten

mein Weihnachtsschreibtisch
Am 24.Dezember wurden wir von Prof. Cho zu ihm nach Hause eingeladen. Nachdem ich mich in mein Geschenkkleid gewickelt habe und wir (Spüli und ich) beim Home Plus in letzter Minute die Sachen für die Feuerzangenbowle gekauft hatten wollten wir mit dem Taxi nach Haeundae. Normalerweise dauert die Fahrt ca. 25 Minuten, aber bei uns war natürlich Feierabendverkehr und ich hatte etwas Angst, dass wir da nie mehr ankommen. Aber letztendlich hat doch alles geklappt und wir sind um kurz nach 7 zusammen mit den Ubahnfahrern beim Prof. Cho angekommen. Begrüßt wurden wir im Jogginganzug (da hab ich mich mit meinem Kleid gleich wohl gefühlt;-) ). Es gab super leckere Ente, ganze viele koreanische und indische Sachen und vorallem auch Schnittkäse. Nachdem wir uns dann alle Kugelrund gegessen hatten, gabs unsere selbstgemacht Feuerzangenbowle, die natürlich auch super lecker war.

der Essenstisch bei Prof. Cho
Am 25. Dezember wollten wir im Wohnheim Weihnachten feiern (für Koreaner das eigentliche Weihnachtsfest, also wie in Amerika). Wir haben dann in unserer super hübschen Küche zusammen mit Russen und Japanern verschiedene Gerichte zubereitet und dann alles zusammen gegessen. Eigentlich gings eher so…warten, warten, warten, bis endlich alle an den kleinen Tischen Platz gefunden haben
und dann: Auf die Plätze fertig …. LOS. Und das Essen war weg ;-) .



meine Ente mit Käsebaguette

Feuerzangenbowle

neue koreanisch blonde Haare ;-)

Jeonju und Jinju

Ist zwar schon etwas her, aber vor Weihnachten war ich zusammen mit dem Spüli in Jeonju und kurz in Jinju:

Jeonjo und Jinju auf einer Karte anzeigen


Bibimbab
Wir wurden von einem Arbeitskollegen vom Spüli gefragt ob wir nicht übers Wochenende mit ihnen dort hinfahren wollen (Jeonju ist die Heimatstadt von Jae Young’s Frau). Von Busan aus kommt man ganz leicht mit Expressbussen von einer Stadt in die andere. Man kauft sich ein Ticket am Terminal (in Sasang nicht weit von uns) und dann geht’s auch schon los. Glaub wir haben ca. 3,5 h gebraucht und wurden dann vom Jea Young mit dem Auto am Busterminal abgeholt. Von dort sind wir erstmal mit seiner ganzen Familie und Freunden  Mittagessen gegangen. Es gab natürlich Bibimbab, das Reisgericht mit vielen verschiedenen Gemüse und scharfer Soße kommt nämlich ursprünglich aus Jeonju. Ich hab Bibimbab auch in Busan schon oft gegessen, eigentlich sogar sehr oft, aber es ist kein Vergleich zu dem in Jeonju. Es gibt viel, viel mehr Zutaten (kostet aber auch dementsprechend mehr ;-) ).


Nach dem Essen sind wir in ein Teehaus gefahren. In Korea gibt es ja sehr viele Teehäuser, die meistens sehr gemütlich und warm sind. Ich kann mich mit dem Tee leider nicht zu ganz anfreunden, ich finde, die haben eher weniger Geschmack, aber vielleicht hab ich auch noch nicht die richtigen getrunken.
im Teehaus (Jea-Young, seine Frau und dessen Freundin)
Anschließend wurden wir zu unserem „korean traditional house“ gebracht. Diese Übernachtungsmöglichkeit hat uns Jea Young reserviert. Es lag direkt im Hanok Village wo es über 800 traditionelle koreanische Häuser gibt. Dementsprechend teuer war wohl auch unser Zimmer.  Traditionell musste man natürlich auf dem Boden mit Bodenheizung (koreanisch: ondol) schlafen.  Das Problem war, dass die Tür nur aus einer dünnen Holzplatte zum zuschieben bestand und deshalb die eiskalte Luft ständig reingezogen ist. Die 3x2 m große Zimmer plus kleines Klo waren direkt nebeneinander angeordnet und ebenfalls nur durch eine Holzplatte getrennt. Mit neu gekauftem Heizlüfter von Home Plus haben wir die Nacht von unten schwitzend und oben frierend aber gut überstanden ;-) . Ist wohl eher etwas für den Sommer.

Hanok Village im Hintergrund
Nachdem wir uns das Hanok Village etwas genauer angesehen haben und wir Stundenlang versucht haben den Busterminal zu Fuß wieder zu erreichen wurden wir von Jea Young an einem anderen Terminal mit dem Auto abgeholt und wir sind mit seiner Familie nach Jinju gefahren (Heimatstadt von ihm selbst). Dort haben wir bei seinem Bruder zu Hause mit Großeltern usw. Samgyeopsal gegessen. Gegessen wird natürlich traditionell am Boden auf diesen kleinen Tischlein =). Zuerst essen die Männer am Tisch, während die Frauen noch alles zubereiten (ich durfte als Gast aber trotzdem mitessen). Wenn die Männer fertig sind, kommen die Frauen und essen den Rest. Das Kimchi war wirklich super lecker. Nach dem Essen sind wir mit dem Bus wieder nach Busan gefahren.